1 · Die Art der Bindung

Fadenheftung
Für Notizbücher gibt es nur eine vernünftige Art der Bindung: die Fadenheftung. Wie erkenne ich, ob mein Notizbuch fadengeheftet ist? Schlagen Sie Ihr Notizbuch einfach exakt in der Mitte auf, dort verläuft der Faden. Viele Notizbücher sind einfach klebegebunden, so wie z.B. auch Zeitschriften. Mit dem Effekt, dass sich die Seiten nach mehrmaligem Durchblättern einfach lösen. Ein fadengeheftetes Notizbuch dagegen ist ein langjähriger Begleiter, der garantiert nicht aus dem Leim geht.

Singer Stitch
Für Notizhefte gilt im Prinzip das Gleiche wie für Notizbücher: Auch hier gibt keine gute Alternative zum Faden. In der Regel sind Hefte allerdings drahtgeklammert. Das hat den Nachteil, dass Inhalt und Papier nur an zwei oder drei Stellen verbunden sind. Brandbook Notizhefte verfügen hingegen über eine komplette Rückennaht, bei der der Faden mit ca. 30 Stichen Umschlag und Inhalt zusammenhält. Die Vorteile liegen auf der Hand: längere Haltbarkeit, keine scharfen Klammern und ein besseres Aussehen. Wir haben dieses Verfahren übrigens “Singer Stitch” genannt nach unserer alten Singer Nähmaschine. (Eine übrigens inzwischen seltene Maschine, die wir auf dem Flohmarkt in Chelsea, NYC gekauft haben, und die in ihrem früheren Leben Jeans und Leder genäht hat.)
2 · Das Innenleben

Papierqualität
Gutes Notizbuchpapier sollte sich zum Schreiben, Zeichnen und Illustrieren gleichermaßen eignen. Das bedeutet, die Schrift oder Zeichnung schlägt nicht auf der Rückseite durch, weder beim Einsatz von Füllfederhalter, Kugelschreiber, Gelstift, Bleistift noch Marker. Gute Notizbücher haben in der Regel ein 90 bis 100 g/m2 starkes Papier. Das ist stark genug, um auch beim Einsatz eines Radiergummis nicht gleich zu zerknittern. Für ein Notizbuch, das ausschließlich zum Zeichnen oder Malen verwendet wird, kann bis zu 130 g/m2 starkes Papier verwendet werden. Unser Lieblingspapier, das bei ca. 50% unserer Bücher eingesetzt wird, ist Munken Pure (90 g/m2).
Ein exklusives, cremeweißes, ungestrichenes Papier, das ohne jegliche optische Aufheller produziert wird und über eine sehr angenehme Haptik verfügt.
3 · Das Cover

Einbandmaterial
Qualitätsfaktoren für das Einbandmaterial sind: angenehme Haptik, Unempfindlichkeit gegen Schmutz, Lichtechtheit und Robustheit.
Wir verarbeiten tausende verschiedener Bezugstoffe von Leder, Lefa über Kunstleder, Leinen, Papier und Karton. Die Besonderheit bei Brandbook ist dabei die ungeheure Fülle an unterschiedlichsten, zum Teil einzigartigen und manchmal auch kuriosen Einbandmaterialien. Um z.B. empfindliche Papieroberflächen zu schützen, werden die Cover matt oder glänzend cellophaniert. Die Kunst besteht allerdings nicht ausschließlich darin, das Material gebrauchsfest zu machen. Zusätzlich muss es natürlich ordentlich auf die Buchdecke aufgebracht werden. Das erfordert neue, innovative Trägermaterialien und Bindemittel.

Ecken und Kanten
Ob ein Notizbuch über Ecken oder einen Eckenradius verfügt, ist Geschmacksache. Wer es klassisch mag, setzt in der Regel auf runde Ecken. Bauhaus-Anhänger bevorzugen hingegen meist spitze Ecke. Auf jeden Fall sollten Rundecken wirklich völlig rund sein. Manche Hersteller schneiden einfach die Spitze ab und verkaufen diese stumpfe Ecke als Rundecke. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern führt auch dazu, dass sich der Bezugstoff an der unrunden Ecke schneller löst.
Für die Herstellung perfekter, langlebiger Rundecken braucht man entsprechende Maschinen. Wer die nicht hat oder das nicht kann, sollte lieber nur eckige Bücher machen.
4 · Veredlungen

Sehr speziell
Ob Prägung, Farbschnitt, Lasergravur, Siebdruck, Beflockung oder eine der anderen 100 Veredlungsmöglichkeiten, die wir Ihnen anbieten: Entscheidend ist, dass sie von den jeweiligen Könnern ihres Fachs ausgeführt werden. Unser Part dabei ist, Ihnen das jeweils beste Verfahren zu empfehlen. Eine Tagesleuchtfarbe im Offsetdruck aufgebracht, hat nicht annähernd die Wirkung wie die gleiche Farbe im Siebdruck. Eine Lasergravur braucht für jedes Material andere Parameter, um z.B. keine Schmauchspuren zu hinterlassen. Ein Messingprägestempel prägt auch nach 300 Exemplaren noch sauber – ganz im Gegensatz zu einem Magnesiumstempel. Wir könnten jetzt noch jede Menge Beispiele anführen. Selbstredend überlassen wir die Veredlung nur einem unsere ca. 50 spezialisierten Zulieferer.

5 · Die entscheidenden Kleinigkeiten
Das Verschlussgummiband
heißt eigentlich Flechtgummilitze. Es muss so fest im Buchrücken verankert sein, dass es sich auch nach 300-maligem Öffnen nicht aus der Verankerung löst. Zudem sollte das Gummiband über eine hohe Spannkraft und Dehnungsfähigkeit verfügen, damit es nicht ausleiert.

Das Lesebändchen
dient dem Auffinden der aktuellen Notizen. Da kann man eigentlich wenig falsch machen, es sei denn, man gibt ihm nicht genug Länge oder man verankert es nicht ordentlich im Buchrücken.

Das Kapitalband
ist das kleine, farbige Bändchen, das bei guten Notizbüchern an der Ober- und Unterkante des Buchrückens angeklebt ist. Es schließt die Lücke zwischen Buchblock und Buchcover und dient als Schutz vor Staub und Beanspruchung. In erster Linie ist es allerdings einfach ein schönes Accessoire. Übrigens wird es in der Regel schlicht “das Kapital” genannt. Mit der Kritik der politischen Ökonomie von Karl Marx hat es natürlich nichts zu tun...

Die Froschtasche
ist sicher kein Muss bei Notizbüchern, aber eine sinnvolle Ergänzung zumindest bei den Formaten DIN A5 und DIN A6.
Die Froschtasche heißt so, da sie sich ganz hinten im Notizbuch flach macht und erst beim Öffnen des Buches ihre wahre Bestimmung zeigt. Manch einer mag bei dieser Aufklappbewegung an einen Frosch auf dem Sprung erinnert werden. Daher der Name der praktischen Einstecktasche, die zum Aufbewahren von Zetteln, Quittungen, Tickets oder anderer Kleinigkeiten genutzt werden kann. Die Froschtasche hat einen ausklappbaren Falz und damit eine variable Einschubstärke. Froschtaschen sollten aus Karton und Gewebeband gefertigt sein, um dem Gebrauch standzuhalten. Sie können auch bedruckt werden, um besser zum hinteren Vorsatzpapier zu passen.

Unsere Referenzliste umfasst heute die renommiertesten deutschen und internationalen Brands – von A wie Adidas bis Z wie Die Zeit.
Unsere Referenzen
Brandbook bietet als erster Hersteller seinen Kunden die Option komfortabel online ein individuelles Notizbuch zu konfigurieren.
Zum Buch-Konfigurator
Als wir vor zehn Jahren erstmals mit dem Thema Notizbuch in Berührung kamen, wollten wir eigentlich nur ein solches kaufen. Das vermeintlich einfache Vorhaben entpuppte sich jedoch schnell als schwarz-rote Chinakladden-Odyssee. Denn während amerikanische Young Urban Hipster mit extravaganten Notizbüchern ausgestattet schon längst den Beginn des Back-to-Paper-Movements markierten, waren Notizbücher in Deutschland out.
Ob Nebeneffekt der diversen elektronischen Ordnungstools oder preußische Sehnsucht nach hierachischer Ordnung und straffer Organisation – jedenfalls präsentierten einschlägige Buchhandlungen und Schreibwarenläden hierzulande eine erschreckende Anzahl an monoton-monochromen Time-Planer- und Filofax-Varianten. Nicht willens, unsere Gedanken diesem kalendarischen 3-Zeilen-pro-Tag-Diktat zu unterwerfen, begannen wir selbst Notizbücher zu produzieren.
Unsere erste Kollektion kam so gut an, dass allein die Firma Hewlett-Packard 1998 über 8.000 Notizbücher bei uns bestellte. Wohlgemerkt ein IT-Konzern, dessen Erfolg sich nicht zuletzt auf die von uns verschmähte elektronische
Notizbuch-Variante gründet. Bestärkt in unserer Idee optimierten wir die Produktion, um kostengünstig Produkte in hoher Qualität anbieten zu können und begannen mit Papieren, Einbandmaterialien und Drucktechniken zu experimentieren (was wir bis heute tun).
Unser Anspruch: Qualität ohne Kompromisse zu liefern und dabei günstiger als der Wettbewerb zu sein.
Mehr über Qualität
Unsere oberste Prämisse lautet: Keine Kompromisse in punkto Qualität. Dazu gehört z.B., dass alle unsere Notizbücher fadengeheftet sind. Bei dieser hochwertigsten Art der Buchbindung werden die gefalzten Rohbögen mit einem oder mehreren Fäden zu einem Buchblock verbunden, was den Brandbooks eine große Stabilität und Langlebigkeit verleiht. Dazu gehört – denn nicht nur der Teufel, sondern auch echte Qualitätsmerkmale stecken im Detail – dass Brandbooks über die am saubersten gearbeiteten runden Buchecken am Markt verfügen. Dazu gehört auch, dass wir entgegen des Trends (90 % aller Notizbücher hierzulande kommen aus China) weiterhin in Deutschland produzieren, dadurch über ein Netzwerk von Meistern ihres Handwerks auch in Spezialdisziplinen wie Gravur oder Stahlstich verfügen und unseren Kunden sowohl industriell gefertigte Bücher als auch traditionelle Buchmacherkunst in Handarbeit anbieten können. Die Fertigung im Herzen der Gutenberg-Galaxis erlaubt uns außerdem außergewöhnliche Flexibilität und kurze Lieferzeiten. Dadurch bedingte höhere Produktionskosten kompensieren wir durch Vorproduktion und optimale Logistik. Und schließlich ist auch die Breite des Angebots ein entscheidendes Qualitätssiegel: Immer auf der Suche nach außergewöhnlichen Einbandmaterialien, neuartigen Drucktechniken und nie ohne einen Seitenblick auf aktuelle Tendenzen in Design und Lifestyle, bieten wir Ihnen ein in Sachen Notizbuch singuläres, innovatives und trendbewusstes Portfolio.
Bei der Produktion unserer Notizbücher bemühen wir uns um einen verantwortungsvollen und schonenden Umgang mit den globalen Ressourcen.
Auch bei der Auswahl der Papiere steht für uns ein bewusster und effizienter Einsatz des Rohstoffes im Vordergrund. Zudem wollen wir etwas für den Erhalt dieses wertvollen nachwachsenden Rohstoffs tun. Daher spenden wir für jeden Auftrag, den Sie uns erteilen, automatisch zwei Bäume für Bergwaldprojekt e.V.!
Diese Bäume werden zur Aufforstung und dem naturnahen Waldumbau in verschiedenen Regionen Deutschlands eingesetzt.
NBB: Macht Ihr eigentlich nur Notizbücher?
BB: Inzwischen produzieren wir auch für namhafte Verlage. Letztendlich entscheidend ist unser umfangreiches Produktions- und Material- Know-how. Aber natürlich auch die Fähigkeit, kostengünstig zu produzieren.
NBB: Inzwischen gibt es ja noch den ein oder anderen Hersteller, der Notizbücher zum Selbstgestalten anbietet. Was unterscheidet Euch?
BB: 1. Wir sind ja schon ein paar Jahre dabei und verfügen inzwischen über eine hervorragende Infrastruktur und ein Netz von Spezialisten. Im Bereich Customizing, wo jeder Kunde tausende Möglichkeiten hat, sein individuelles Produkt zu erstellen, ist die Logistik das A und O.
2. Um in diesem Geschäft mit dem Produktionsstandort Deutschland (90% aller Notizbücher werden inzwischen in China gefertigt) noch Geld zu verdienen, muss man alle Prozesse optimieren. Wir fertigen z.B. Buchblöcke in höheren Auflagen vor, um die Druckkosten bei Kleinauflagen gering zu halten.
Außerdem produzieren wir inzwischen so viele Bücher, dass wir Papier zu einem günstigeren Preis einkaufen können. Von diesen Preisvorteilen profitieren auch unsere Kunden.
NBB: Und wo holt Ihr Euch die Inspiration?
BB: Im Prinzip von unseren Kunden, die uns mit ihren Anfragen fordern. Besonders Designer wie Mutabor, Fuenfwerken, große Werbeagenturen wie McCann oder Verlage wie Monocle fordern Materialien und Ausführungen abseits des Mainstreams. Und ansonsten versuchen wir, aus jedem Material, das uns zwischen die Finger kommt, das Beste herauszuholen.
NBB: Leser des NBB beklagen, dass es Eure Bücher erst ab Stückzahlen von Zehn zu kaufen gibt und dass Brandbooks nicht im Handel erhältlich sind.
BB: Zum Teil sind sie ja bereits im Handel erhältlich, nur unter anderem Namen. Wir stellen halt in erster Linie für Firmenkunden und Verlage her. Für 2010 haben wir uns allerdings vorgenommen, auch ins Endkundengeschäft einzusteigen – allerdings sehr vorsichtig. Wir haben schließlich kein Venture Capital und müssen jede Expansion aus unserem Cash-Flow finanzieren.
NBB: Was unternehmt Ihr, um bekannter zu werden?
BB: Also einen klassischen Werbeetat haben wir natürlich nicht. Wir unterstützen Veranstalter von interessanten Kongressen wie z.B. Designkonferenzen, indem wir ihnen individuelle Notizbücher zum Materialpreis zur Verfügung stellen. Außerdem gibt es ja den jährlichen Brandbook
Designwettbewerb, der uns viel Öffentlichkeit beschert.
NBB: Sind Notizbücher Produkte, die immer gleiche Anforderungen an eine Produzenten stellen?
BB: Das denkt man so, sind ja nur Bücher mit leeren Seiten oder bösartig formuliert "Kladden". Nein. Immer, wenn man in ein Thema tiefer einsteigt, merkt man doch, was alles noch drinsteckt. Da gibt es Leute, die ein Notizbuch mit speziellem Innenleben für ausgefeilte Kreativitätstechniken brauchen oder Firmen, die es für die Mitarbeitermotivation einsetzen. Große Unternehmen suchen nach neuen Oberflächen oder Veredlungen, die zum Stil und Anspruch ihrer Marke passen – also einfach nicht alltäglich sind. Außerdem versuchen wir auch immer mal wieder, unsere Notizbücher mit etwas Technik auszustatten. Wir haben zum Beispiel lange rumgebastelt, um ein kleines LCD-Display ins Notizbuch einzubauen, auf dem man sich z.B. Filme anschauen kann. Hat leider bisher noch nicht so super funktioniert.
NBB: Der Hersteller von Moleskine macht inzwischen laut Süddeutsche Zeitung zig Millionen Umsatz. Macht Euch das nicht neidisch?
BB: Moleskine ist eine ganz ausgefeilte Marketingstory, die weltweit funktioniert – Chapeau.Das kann man nicht nachahmen oder als Blaupause für ein Moleskine 2.0 verwenden. Wie man an dem immer größer werdenden Sortiment sieht, muss Modo & Modo, der italienische Hersteller von Moleskine, inzwischen stark expandieren, um den Forderungen der Investmentgesellschaft nach Verzinsung des eingesetzen Kapitals nachzukommen. Diese Probleme haben wir auf jeden Fall nicht.
NBB: Bleibt es also bei Notizbüchern oder allgemein Büchern?
BB: 2010 werden wir ein paar neue Produkte vorstellen, die keine Notizbücher sind. Ein neues Produkt, das unter dem Namen Combic erscheint, sind richtig große Post-Its zum an die Wand kleben – für Kreative zum Brainstormen oder für Mindmapping-Methoden. Im Großen und Ganzen bleibt es aber beim Thema Papier. Wie habe ich kürzlich gelesen: Papier ist das neue Vinyl – also etwas für echte Liebhaber!
NBB: Warum heißt Ihr noch mal Brandbook?
BB: Ganz einfach: Brand wie die Marke, das Brandzeichen und Book wie das Buch. Und eigentlich steht bei unseren Büchern ja auch fast immer eine Marke bzw. ein Brand auf dem Cover.
Dirk Mahlke
Vertriebsleiter
Tel.: 069 40 80 90-100
E-Mail: d.mahlke@brandbook.de
Barbara Jensen
Vertrieb (Inland/Ausland)
Tel.: 069 40 80 90-170
E-Mail: b.jensen@brandbook.de
Sabine Kochendörfer
Presse/Marketing
Tel.: 069 40 80 90-250
E-Mail: sabine.k@brandbook.de
Bernd Griese
Geschäftsführer
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