Notizbücher mit weißen Linien

05. Februar 2013

Hip in Skandinavien.

In der Regel sind die Linien, Punkte, Karos der meisten Notizbücher in einem leichten Grauton gedruckt. Anders in Skandinavien: Dort ist zur Zeit die umgekehrte Variante – also weiße Linien auf leicht grau bedruckten Seiten – in Mode. Liegt es daran, das die Skandinavier nach einem langen Winter einfach kein weiß mehr sehen können oder tatsächlich an Designer Olof Hanson, der mit der klassischen Variante (grau auf weiß so seine Probleme hatte?

In der Regel werden Raster so latent gedruckt, das sie beim Kopieren oder Faxen einfach verschwinden. Wo also liegt das Problem? Wahrscheinlich geht es wie so oft bei Kreativen darum, einfach mal die 180° Methode anzuwenden, also alles mal andersherum zu machen.

Als Buchhersteller möchten wir Interessierten trotzdem die drucktechnischen Möglichkeiten erläutern

Eine graue Fläche mit weißen Aussparungen auf weißes Papier zu drucken, bedeutet mehr Farbe (Offsetdruck) bzw. mehr Toner (Digitaldruck) zu verbrauchen. Dadurch schreibt man dann letztendlich auf Druckfarbe und nicht direkt aufs Papier.

Eine schöne Alternative wäre ein nicht reinweißes Papier (z.B. Munken Pure) einzusetzen, das mit weißen Linien bedruckt wird. Leider funktioniert das nicht so einfach, da im Offsetdruck oder Digitaldruck die Farben nicht deckend, sondern lasierend sind. Wir werden es trotzdem im Offsetverfahren mittels einer neuen Farbmischung versuchen und Ihnen die Ergebnisse in Kürze vorstellen. Schließlich haben wir ja auch einige Kunden aus Stockholm, Kopenhagen und Oslo.