So bringt Schreiben dich weiter

13. November 2015

Was es bewirken kann, seine Gedanken zu Papier zu bringen:

* In den 80er-Jahren untersuchte der texanische Psychologe James Pennebaker, wie Schreiben auf seine Studenten wirkt. Das Ergebnis: Wer über Gefühle schreibt, tut etwas für seine geistige und körperliche Gesundheit.

* Wie Untersuchungen der Universität Utrecht belegen, hilft Schreiben trauernden Menschen über Dauer-Grübeln und emotionale Einsamkeit hinweg. * Strukturiertes Schreiben lindert Beschwerden, die durch Traumata entstanden sind. Probanden einer Studie der Universität Amsterdam litten nach einigen Schreibsitzungen weniger unter Angstgefühlen, Spannungen, Müdigkeit und depressiver Verstimmung.

* An der niederländischen Universität Twente wurde der Einfluss von autobiografischem Schreiben auf Depressionen untersucht. Hierbei steht die selbst verfasste Lebensgeschichte des Patienten im Mittelpunkt – eine Theraphieform, die häufig im Rahmen der narrativen Psychologie genutzt wird.

* An der Universität von Chicago wurde erforscht, inwiefern Schreiben gegen Prüfungsangst wirkt. Studenten mussten kurz vor einer Prüfung ihre Gefühle aufs Papier bringen – mit Erfolg, die Prüfungsergebnisse wurden besser. Der Grund: Emotionen überlagern intellektuelle Kapazitäten. Werden diese vorher „weggeschrieben“, kann sich der Prüfling besser konzentrieren und das angelernte Wissen leichter abrufen.

* Dr. Matthew Liebermann, Professor für Neurologie an der University of California, bewies, dass Schreiben eine Art „unbewusste Regulierung von Gefühlen“ bewirkt. Dies erklärt, warum so viele Menschen Tagebuch führen oder leidenschaftliche Texter weiterhin Schreiben, auch wenn der gewünschte Erfolg beim Publikum ausbleibt.