Die offene Fadenheftung

15. April 2016

Für Puristen und Gestalter, die dem Reduktionsprinzip folgen, gibt es nichts schöneres als einen offenen Buchrücken.

Er macht sichtbar, was in der Regel unsichtbar ist: die gefalzten Papierbögen, die Flattermarken sowie die Fadenheftung. Bei Blanko Notizbüchern gibt es übrigens keine Flattermarken, da die Bögen nicht in einer bestimmten Reihenfolge zusammengetragen werden müssen. Das augenfälligste Merkmal des offenen Buchrückens ist der Faden – er kann farblich auf das Buchprojekt abgestimmt werden.

Bei einem offenen Buchrücken wird in der Regel ein farbiger Faden eigesetzt um den Aufbau des Buches, seine „Konstruktion“ sichtbar zu machen.

Die Lagen des Buchblocks bleiben sichtbar

Um den offenen Buchrücken dauerhaft zu schützen empfehlen wir die Aufbringung einer klarsichtige Leimschicht. Auch bei einem unverdeckten Buchrücken ist eine Beschriftung prinzipiell möglich. Hier gibt es die puristische Variante, bei der der Schriftzug praktisch aus den Flattermarken erzeugt wird. Die Schrift ist bei dieser Methode unterbrochen, wie man am Beispiel des „Verzettelt“-Buches sehen kann.

Zum anderen gibt es die Möglichkeit den Schriftzug im Siebdruck auf den offenen Buchrücken zu drucken. Auch bei dieser Variante gibt es allerdings Unterbrechungen in der Schrift oder der Abbildung, da der offene Buchrücken keine plane Fläche bildet.