Effekte

Keine Angst – es wird nicht kitschig, sondern spannend! Wir zeigen ausgefallene haptische und optische Effekte aus dem Bereich der Spezialveredelungen von Thermodruck und Strukturlack bis hin zu Nachleuchtfarbe und metallischen Folien.

Haptisch

Relieflack

Zur Optik kommt die Haptik 

Relieflack ist ein besonders hoch aufgetragener UV-Lack, mit dem sich Motive und Schriftzüge besonders auffällig von der Buchdecke abheben und erfühlen lassen. Die Höhe des Lackauftrags kann nach Wunsch eingestellt werden, lediglich eine minimale Linienstärke sollte beim Wassertropfenlack eingehalten werden. Je nach Gestaltung lassen sich Objekte durch die 3D-Relieflackierung besonders plastisch, ja sogar dreidimensional darstellen. Den schönsten Effekt mit dem Konturlack erzielt man durch lineare Motive oder geschwungene Schriften. Ein nicht uninteressanter Nebeneffekt: Durch die besonderen haptischen Eigenschaften wird der Relieflack auch für Braille, die Blindenschrift, eingesetzt.

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Stanzung

Buchdecke mit Durchblick

Wer den vollen Durchblick haben will, entscheidet sich für ein ausgestanztes Cover. Das ergibt gerade dann Sinn, wenn das Vorsatzpapier mit einer Überraschung wartet: eine neon-leuchtende Farbe, Typografie oder ein perfekt auf die Coverstanze ausgerichtetes Motiv. Für das Stanzwerkzeug sind kräftige Buchdecken kein Problem. Bei dünneren Umschlägen empfehlen wir stattdessen den Laserschnitt, mit dem deutlich feinere Elemente ausgeschnitten werden können. Im Grunde spricht nichts dagegen auch den Buchblock formzustanzen – praktisch ist es allerdings nicht. Schließlich wird der kostbare Platz des Schreibblocks zerschnitten. Wir setzen hier eher auf schöne Effekte auf der Buchdecke. Schließlich zählt der erste Eindruck.

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Letterpress – Prägedruck – Buchdruck

Druck, den man auch spüren kann

Dieses Druckverfahren begeistert visuell und haptisch gleichermaßen. Letterpress bedeutet: mit Farbe drucken und das Druckbild gleichzeitig tiefprägen. Kaum jemand kann sich der Schönheit von typisch tiefgeprägt erscheinenden Letterpress-Typografie und -Illustrationen entziehen. Ein Muss in der hochwertigen Papeterie. Mit Farbe zu drucken und, dank geeigneter weicher und hochvoluminöser Papierqualitäten, gleichzeitig zu prägen, liefert eine Ästhetik, die noch recht jung ist, obwohl sie mit viele Jahrzehnte alten, schweren Maschinen verwirklicht wird. Letterpress-Buchcover begeistern uns immer wieder aufs Neue, wir lieben es mit den Fingern über das vertiefte Druckergebnis zu streichen. Kombiniert mit einer offenen Fadenheftung, entstehen Skizzenbücher, die die perfekte Geschenkidee für Ihren Kunden sein könnten.

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Strukturlack

Eine haptische Illusion

Oberflächenstrukturen – wie zum Beispiel eine Holzmaserung, Stoffe oder Reifenabdrücke – können durch das Beimischen von Partikeln in den Lack imitiert werden und das Ertasten des Papiers zum Erlebnis machen. Die Technik ist einfach, der Effekt sehr spannend: Strukturlacke sind transparent und bilden erst durch das Aushärten eine bestimmte Struktur. Eine gute Beratung ist auch hier das A und O, um Stolperfallen zu umgehen: Die einzelnen Partikel absorbieren das Licht und lassen die darunter liegenden Farben dumpfer und weniger brillant aussehen. Bei randabfallenden Motiven ist Vorsicht geboten, da der Lack beim Beschneiden absplittern kann. Wir haben schon die ein oder andere Erfahrung gemacht und beraten Sie gerne.

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Softtouch-Cellophanierung

Ein Handschmeichler

Angenommen Sie haben sich bei Ihrem Notizbuch für ein vierfarbig bedrucktes Cover entschieden. Gut! Ihnen fehlt aber noch ein Überraschungseffekt? Unser Tipp: Statt einer einfachen matten Cellophanierung wählen Sie eine Softtouch-Cellophanierung. Angenehm weich und samtig im Griff, und das Buch ist dennoch – wie bei einer gewöhnlichen Cellophanierung – bestens gegen Schmutz und Feuchtigkeit geschützt. Ein positiver Nebeneffekt aller Cellophanierungen und Folienkaschierungen ist der Schutz des Druckbildes vor Abrieb und mechanischen Beschädigungen sowie eine höhere Stabilität des Buchcovers. Die matte Oberfläche einer Softtouch-Cello ist übrigens die beste Basis für einen Spot- oder Glanzlack. Der Matt/Glanz-Effekt ist so nicht nur sichtbar, sondern auch fühlbar.

Transferdruck

Verschiedenartige Materialien kombinieren

Feingliedrige Motive auf grobem Gewebe? Klingt zunächst widersprüchlich, funktioniert aber durch die Technik des Transferdrucks problemlos. Die Lösung: Das Wunschmotiv wird nicht direkt auf das Textil gedruckt, sondern zunächst auf eine Transferfolie. Diese Folien werden computergestützt ausgeschnitten und mithilfe von pneumatischen Pressen auf das Textil übertragen. Egal, ob helle oder dunkle, grobe oder feine Textilien, Leinen oder Wollfilz – es funktioniert.

Softtouch-Lack

Ultra matt und fühlbar weich

Softtouch-Lack wird für eine besondere Haptik eingesetzt. Je nach Art des Lacks fühlt sich die Oberfläche samtikg, gummiartig oder weich an. Im partiellen Druck kommt zudem die matte Wirkung des Soft-Touch-Lacks in Abgrenzung zum Untergrund sehr gut zur Geltung. Im Automotive-Bereich wird diese Technologie bei der Gestaltung der Oberflächen im Innenraum eingesetzt. Softtouch-Lacke absorbieren das Licht und dämpfen so die darunterliegenden Farben, was zu dem matten Erscheinungsbild führt. Aufgebracht wird der Lack im Siebdruck oder in speziellen Beschichtungsverfahren. Die Lacke sind durchsichtig, können aber durch Zusatz von Farbpigmenten eingefärbt werden.

Stoffetikett

Fähnchen am Buchumschlag

Sie haben sich für ein wirklich außergewöhnliches Einbandmaterial entschieden, das partout nicht geprägt oder bedruckt werden kann? Wir haben die Lösung: ein Stofffähnchen, das an der Buchdecke flattert, bestickt mit Ihrem Logo. Die Wahl der Farbe, Größe und Position des Webetiketts liegen in Ihrer Hand. Für uns ist das Stofflabel eine der sympathischsten Möglichkeiten sich als Absender des Buchs zu erkennen zu geben.

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Lasergravur

Motive, die durch Abtragen entstehen

Anders als beim Laserschnitt wird bei einer Lasergravur nur die oberste Schicht des Materials im μ-Bereich abgetragen. Die Gravur erscheint ganz dezent Ton in Ton, und bringt dennoch filigrane Motive gut zur Geltung. Ob Schriften, Silhouetten, Wappen, Muster oder Ornamente: Mit einer Lasergravur lassen sich kleinteilige Motive gestochen scharf abbilden. Dabei ist zu beachten: Jedes Einbandmaterial reagiert auf die Hitze bzw. das Verbrennen durch den Laser anders. In der Regel werden die gravierten Stellen bei dunkleren Materialien heller und bei hellen Materialien erscheinen sie dunkler. Wenn Sie sich für den Edelstahlclip als Buchverschluss entscheiden, dann sollten Sie in jedem Fall über eine Lasergravur nachdenken. Vor allem bei eher dezenten Buchcovern kommt der mit Logo oder Kundenname veredelte Clip perfekt zur Geltung.

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Struktur-Cellophanierung

Ungewöhnliche Haptik und optimaler Schutz

Die Entscheidung, Ihr Buch mit einem vierfarbigen Motiv zu bedrucken, ist bereits gefallen. Sie vermissen aber trotzdem eine schönen Oberflächenstruktur, wie die eines Gewebes? Genau dafür gibt es spezielle Cellophanierungen, bei denen eine Struktur bereits eingeprägt ist und auf den Druckbogen aufkaschiert wird. Der Schutz vor Feuchtigkeit, Schmutz und Abrieb ist im Vergleich zur normalen matten Folie identisch. Die Experten nennen die Strukturen: ledergenarbt, Forchheim oder Feinleinen.

Stickerei

Textile Veredelungsverfahren in der Buchproduktion

Versuchen Sie jetzt mal kurz nicht an Mannschaftstrikots oder Baseballcaps zu denken. Bestickte Notizbuchcover sind nämlich wirklich eher eine Seltenheit. Schade eigentlich. Individuell bestickte Bücher fühlen sich phantastisch an und jedes nicht zu kleinteilige Logo lässt sich haptisch darstellen. Da Stoffe und Textilien unterschiedliche Strukturen haben, kommt man um eine Testphase vor der Produktion Ihrer Bücher nicht herum. Bisher hat es sich aber immer gelohnt.

Laserschnitt

Schafft interessante Durchblicke

Eine gute Alternative zur Stanzung ist der Laserschnitt – eine digital gesteuerte Schneidetechnik. Im Vergleich zur Stanze lassen sich durch den Lasercut deutlich filigranere Motive, Stencil-Schriftzüge oder sogar Rasterbilder realisieren. Aber auch komplexe, großflächige Motive können aus Papier oder dünnem Karton ausgeschnitten werden. Spannend wird ein solches Cover durch das Zusammenspiel mit dem darunter liegenden Vorsatzpapier, das vollflächig farbig oder mit einem Motiv bedruckt werden kann. Gut zu wissen: Mit jedem zusätzlichen Schnitt nimmt die Stabilität des Covers ab. Das Entstehen von Schmauchspuren beim Lasern kann verhindert werden oder lässt sich bewusst als Effekt einsetzen. Lassen Sie sich von uns beraten, wie Ihr Motiv ideal als Laserschnitt umgesetzt werden kann.

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Sandlack

Die raue Seite der Druckveredelung

Gut wenn es mal nicht samtig, seidig und soft-touchig zugehen muss: Nagelfeilen, Sanddünen, Anti-Rutsch-Belag und Aschenbahnen stehen hier auf der Themenliste. Körnige Strukturmittel im Drucklack sorgen für eine raue Oberfläche auf dem Buchcover und können partiell auf die gewünschten Stellen aufgebracht werden. Der Lack ist in der Regel transparent, kann aber auch eingefärbt werden. Alternative: Ein Bezugsstoff mit mikorofeiner Sandoberfläche.

Beflockung

Samt und sorgfältig

Beflockung kennt man in der Regel von Sporttextilien. Eine weiche, samtartige Oberfläche auf Basis von Viskosefasern, die partiell aufgebracht wird. Auch auf Buchcovern und Umschlägen kann Flock zum Einsatz kommen. Allerdings ist hier der Grad zwischen cool und kitschig recht schmal. Spannend ist der Einsatz von Flock auf z.B. auf spiegelnden Covermaterialien. Die konkrete Materialität der Beflockung und die außergewöhnliche Tiefenwirkung sorgen für maximale Irritation. Geeignet dafür ist fast jedes Material: bedrucktes Papier, aber auch die meisten unserer Einbandmaterialien. Das Motiv für die Beflockung? Typo, Pattern oder einfache, einfarbige Motive.

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Reliefprägung

Plastische Motive und Pattern

Eine Reliefprägung ist eine plastische Verformung des Papiers mit unterschiedlichen Prägehöhen und Ebenen. Linien, Schriften, Objekte und Ornamente können so dreidimensional hervorgehoben werden und bekommen eine ganz besondere haptische Wirkung. Entsprechend des Motivs entsteht bei dieser mehrstufigen Hochprägung auf der Deckelinnenseite ein Hohlraum. Geeignet für das Reliefprägen sind vor allem Umschläge aus dünnen Pappen oder Kartons bis 400g/m2. Für den Fall, dass Sie gefragt werden: Das Reliefprägen wird auch Gaufrieren genannt.

Metallisch

Folienkaschierung mit Spiegeleffekt

Sonderfolien für den Mirror-Look

Spiegelnde Cover kann man gar nicht lang genug anschauen, je nach Licht und Perspektive wirken sie immer wieder anders. Für diesen Effekt wird eine metallisierte Sonderfolie mit einer Dicke zwischen zwischen 12 und 30 μm auf einen Träger kaschiert. Dieser wird im Anschluss zur Buchdecke verarbeitet und kann sogar partiell im Offset oder Siebdruck bedruckt oder geprägt werden. Aber Vorsicht: Wie intensiv der Spiegeleffekt wirkt, hängt stark vom Trägermaterial ab. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, schauen Sie doch einfach mal in unsere Material-Innovationen. Mit der Wahl des perfekten Einbandmaterials ist der Mega-High-Gloss-Spiegeleffekt auf jeden Fall garantiert. 

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Kaltfolientransfer

Metallisierte Farben erzeugen

Die Kaltfolie ist eine metallische, meist silberglänzende Folie, die partiell oder vollflächig mit einer Offsetdruckplatte und Kleber übertragen wird und wie eine zusätzliche Farbe funktioniert. Durch die Möglichkeit, Kaltfolie vierfarbig oder mit einer Sonderfarbe zu überdrucken, können ganz neue metallische Farbtöne erzeugt werden. Ein Beispiel aus der Praxis: Die silberne Kaltfolie kann durch das Überdrucken mit einem Gelbton in Gold verwandelt werden. Farben werden sozusagen „metallisiert“ und auch metallische Farbverläufe sind problemlos möglich. Aufgrund der hohen Auflösung im Offsetdruck lassen sich so hochpräzise Muster, feinste Rasterelemente oder Schriften abbilden.

Metallischer Buchschnitt

Goldschnitt, Silberschnitt & Co.

Diese Art der Schnittverzierung wird seit Jahrhunderten angewendet, um den Buchblock vor Staub und Verschmutzung zu schützen. Bibeln, Gesangbücher, Enzyklopädien oder Erstausgaben wurden traditionell mit Goldschnitt teilweise in Kombination mit einer Punzierung, einer Art Prägung, versehen. Heute gibt es eine ganze Bandbreite verschiedener Metallfolien von Kupfer bis hin zu metallischen Blau-, Violett- und Rottönen, die auf den Buchblock aufgebracht werden können. Da jede der drei Seiten eines Buchblocks einen einzelnen Arbeitsgang erfordert und damit Kosten verursacht, kann die Folie auch nur als Kopfschnitt an der besonders beanspruchten Stirnseite angebracht werden. Zur Zeit ist diese Art des Buchschnitts besonders unter Gestaltern wieder sehr gefragt. Im Zusammenspiel mit einem aktuellen Design wirkt der metallische Buchschnitt alles andere als angestaubt. Metallische Folien gibt es in 42 Farben – die Metallictöne Gold, Silber, Bronze, Kupfer sind zudem in verschiedenen Matt-, Glanz- und Farbnuancen erhältlich.

Optisch

Motivschnitt

Der Buchschnitt als Gestaltungsfläche

Wer die Buchblockkanten in die Gestaltung des Buches einbeziehen, also zum Beispiel ein Motiv komplett um das Buch herum „wickeln" möchte, dem können wir ein ganz besonderes, vierfarbiges Tintenstrahl-Druckverfahren anbieten. In drei Durchgängen wird mit einer eigens entwickelten Maschine jede Seite des Buchschnitts bedruckt. So entstehen Objekte, wie unsere nuuna Graphic Bücher oder die Notizbücher, die wir für das MoMA San Francisco fertigen durften.

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Leuchtfarbe

Pantone 800+

Neon is back! Oder war es nie weg? Besonders leuchtkräftige Druckergebnisse erzielt man mit den hochpigmentierten Pantonefarben 801 bis 807. Um die optimale Farbwirkung zu erreichen, ist oft sogar ein doppelter Druckdurchgänge nötig. Die Mühe lohnt sich aber, davon sind wir überzeugt.

Iriodinlack

Wie druckt man Metallicblau?

Iriodinlack beinhaltet transparente, silberweiß schimmernde Pigmente mit einem weichen Glanz, wie er für Perlen und Perlmutt charakteristisch ist. Deshalb nennt man sie auch Perlglanzpigmente. Die Grundsubstanz der Effektpigmente ist ein natürlich vorkommender mineralischer Glimmer, der gemahlen und dem Drucklack als farbloses Pulver beigemischt wird. Die changierende oder irisierende Wirkung ist umso größer, je dicker die Pigmentschicht aufgetragen wird und je intensiver die Pigmentdichte des Iriodins ist. Durch die Vielfalt an unterschiedlichsten Pigmenten und Kombinationsmöglichkeiten mit Pantone- oder CMYK-Farben sind der Gestaltung keine Grenzen gesetzt.

Secret Special Effects

Fancy Layouts

Manche Effekte sind auch ohne aufwendige Technik beeindruckend. Sprechen Sie uns an! Wir informieren Sie gerne über verschiedene Möglichkeiten, mit wenig Aufwand außergewöhnliche Resultate zu erzielen.

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3D Doming

Button auf dem Cover

3D-Domings bestehen immer aus zwei Komponenten: einem Trägermaterial, das mit einem ein- oder mehrfarbigen Motiv bedruckt wird, und einer anschließenden Kunstharzbeschichtung zur Versiegelung und für einen glänzenden 3D-Effekt. Das Doming wird durch eine Klebefläche auf das Cover gebracht. In der Regel wird dafür die Fläche unter dem Gelaufkleber zunächst tiefgeprägt, sodass das Logo-Doming passgenau in die Buchdecke eingelassen werden kann. Ideal sind Motive mit einfachen geometrischen Außenkonturen wie Kreisen oder Quadraten. Es eignen sich Themen wie Technik, Sports-Wear, Automobil… Gut zu wissen: Domings können auch mit komplexeren Außenformen, bis hin zu formatfüllenden Grafiken, erstellt werden. Sprechen Sie uns darauf an, wenn Sie eine Idee in dieser Richtung haben!

Lentikular (Wackelbild)

Bewegte Bilder auf dem Cover

Wer buchtechnisch ewas bewegen will, sollte für seine Covergestaltung diese Technik in Betracht ziehen. Durch einen Lentikulardruck lassen sich Bildbewegungen und Bewegungsabläufe darstellen. Je nach Lichteinfall und Handhabung des Betrachter, der das Buch nach vorne und hinten, nach rechts und nach links kippt, werden die unterschiedlichen Motive sichtbar. Die Lentikularfolie kann z.B. vollflächig auf den Buchtitel kaschiert werden oder in eine passgenau vorgeprägte Stelle auf der Buchdecke eingelassen werden. Welchen Effekt Ihr Linsenrasterbild haben soll, legen Sie selbst fest: Kipp-Effekt, Zoom-Effekt, Morphing, 3D-Abbildungen oder Animationen in bis zu 19 Phasen sind möglich. Die Idee ist entscheidend: Vorher/Nachher-Effekte, Filmsequenzen oder eine Verwandlung sind passende Themen für ein Wackelbild auf dem Cover.

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Magisch

Thermolack

Magical Mystery: Bei Berührung erscheint ein Bild

Was passiert hier? Durch Berührung oder Reiben, also Wärmeeinwirkung, verschwindet die Farbe auf dem Cover und das darunterliegende Motiv erscheint. Was vorher wie eine schwarze Fläche aussieht, wirkt wie der Vorhang im Theater: die dunkle thermoreaktive Farbe wird transparent und dadurch das Druckmotiv sichtbar. Der Effekt ist beliebig oft wiederholbar, denn beim Abkühlen deckt die Temperaturfarbe das darunterliegende wieder Motiv ab. Expertentipp: Die thermochromatische Farbe kann auf eine bestimmte Temperatur eingestellt werden; wir empfehlen 27°. Anwendungsideen: ein Polaroidbild selbst entwickeln, Bücher zu Themen wie Wetter und Temperatur, Urlaub und Sommersonne, zensiert/unzensiert etc.

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Nachleuchtfarbe

Glow-in-the-Dark-Effekt

Durch Nachleuchtfarbe oder Glow-in-the-Dark-Farbe leuchten Motive im Dunkeln. Was passiert? Nachleuchteffekte werden durch grün-gelblichen oder bläulichen Phosphorlack im Siebdruck aufgebracht. Ähnlich einer Batterie, speichert diese phosphorisierende Farbe einfallendes Licht als Energie und gibt es im Dunkeln wieder ab. Der Phosphoreffekt kann bis zu 30 Minuten andauern und hängt von der Auftragsstärke und der Höhe der Pigmentierung ab. Auch das „Aufladen”, also die Intensität der Beleuchtung ist für die Strahlkraft der Leuchtfarbe wichtig, dabei eignet sich Kunstlicht genauso gut wie Tageslicht. Ideal also für alle, die nächtliche Geistesblitze notieren wollen – oder für Lampen- und Leuchtenhersteller (Licht an – aus) und Outdoorfirmen (Buch geht auch im dunklen Zelt nicht verloren).

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Tafellack

Unsere Tagesempfehlung

Ein Buchcover, das mit Tafelfarbe bedruckt wird, ist beschreibbar und wieder abwaschbar. Welches Motiv eignet sich da besser als die Restauranttafel, eine Filmklappe oder die doppelt ausklappbare Schultafel mit weißen Lineaturen? Tafellacke sind in den Farben matt-anthrazit und tief-dunkelgrün erhältlich, lassen sich hervorragend im Siebdruck umsetzen und sind tatsächlich wasserfest. Die Cover der Notizbücher, Skizzenbücher oder Filmtagebücher können so mit feinen Kreiden und weißen Stiften beschrieben werden. Ein Skizzenbuch in Filmklappen-Optik durfte brandbook für das Zurich Filmfestival umsetzen. Projekt gelungen – Klappe, die nächste!

Duftlack

Smells like orange

Bei einem Notizbuch für einen Motorsportevent kann der Einsatz von Duftlack durchaus Sinn machen: Es riecht nach Motoröl. Für ein spanisches Tourismusbüro haben wir Bücher produziert, die beim Aufschlagen nach Orangen duften. Duftlacke auf Buchcovern wecken Emotionen, Erinnerungen oder sorgen für Überraschungen. Die Technik ist einfach: Duftlacke enthalten mikroverkapselte Duftöle, deren Wirkung sich erst dann entfaltet, wenn man mit dem Finger daran reibt. Aufgebracht werden diese Lacke im klassischen Siebdruckverfahren, eher selten im Offsetdruck. Da bei jedem Reiben nur wenige Duftkapseln zerstört werden, lässt der Effekt sich viele Male wiederholen. Es steht zwar eine ganze Palette an Standarddüften zur Verfügung, wer es aber ganz exklusiv mag und etwas mehr Zeit und Budget einplant, kann seinen ganz individuellen Duft kreieren und verkapseln lassen.

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Glitterlack

Glimmer-Glitzer-Flitter-Freude 

Der Glitterlack ist der unumstrittene Star unter den Lackeffekten: Die funkelnden Partikel lassen sich partiell auf dem Buchcover aufbringen und reflektieren je nach Farbe, Menge und Größe das Licht. Hauptsächlich verwendet man Silber-, Gold-, Multicolor- und Irisglitter. Um eine gewisse Schichtdicke und einen gleichmäßigen Auftrag der Partikel zu erreichen, wird der Glitterlack im Siebdruckverfahren aufgebracht. Je filigraner das Motiv, desto feiner sollten auch die Glitterpartikel sein. Die Wirkung des Glitterlacks ist abhängig vom farbigen Untergrund des Covers: Auf hellen Flächen nimmt man die Partikel als dunkle Punkte wahr, auf dunklen Flächen als helle.

Rubellack

Neue Ideen gesucht!

Stimmt, der Effekt ist nicht neu, ja ein alter Hut: An jeder Trinkhalle, an jedem Späti können Sie sich für ’nen Euro ein Los mit Rubbellack holen und auch in der lästigen Wurfpost finden Sie schnöde Gewinnspiele und Mailings mit Rubbelflächen. Stop! Umdenken! Wie wäre es, wenn Ihr Notizbuch-Cover partiell mit diesem mattsilbernen Lack überdeckt ist und jeder Ihrer Kunden oder Freunde sich ein Unikat er„rubbelt“? So geschehen auf dem Titel des Grafik-Design-Magazins novum. Drucktechnisch gibt es folgende Aspekte zu beachten: Anwenderfreundliche, leichte Ablösbarkeit erzielt man im Siebdruck eher als im Offsetdruckverfahren. Rubbellacke sind außerdem sehr anfällig für Beschädigungen, sichere Verpackung ist also Pflicht. Einmal gedruckt, ist der Rubbellack bis zu ca. einem Jahr verwendbar.

UV-sensitive Farbe

Zauberei? Bei Sonne erscheint ein Bild

An der Sonne erscheint ein Bild praktisch aus dem Nichts. Was passiert hier? Ein Druckbild beispielsweise ein 4-farbiger Offsetdruck wird im Siebdruck mit einer UV-sensitiven Farbe – optisch ähnlich wie Deckweiß – bedruckt. Unter Sonneneinstrahlung wird die Farbe durchsichtig und gibt so das darunterliegende Motiv frei. Der photochromatische Druck kann vollflächig, gerastert oder auch nur partiell auf einzelne Bildteile aufgebracht werden – der Effekt ist beliebig oft wiederholbar. Anwendungsideen: Schneelandschaft wird zu Sonne, Strand und Meer, eine geheime Schrift erscheint aus dem Nichts, Sonnencreme im Urlaub etc.

Holografische Effekt- und Diffraktionsfolien

Echte Eyecatcher

Effektfolien kommen dann zum Einsatz, wenn die gewünschte Wirkung mit herkömmlichen Druckverfahren nicht zu erzielen ist. Echte Eyecatcher sind optische Effektfolien mit z.B. holografischen oder metallisch spiegelnden Effekten. Das muss nicht kitschig oder wie eine Kosmetikverpackung wirken. Bei Büchern können diese Folien – richtig eingesetzt – großartig wirken. Ein Nebeneffekt der Folienkaschierung ist die höhere mechanische Stabilität und Belastbarkeit des Buchumschlags im Vergleich zu bedruckten Covern. Ebenfalls zu erwähnen ist, dass sich die folienkaschierten Bogen auch im Sieb- und Offsetdruckverfahren bedrucken lassen. Die Auswahl der Spezial-Effektfolien, auch Diffraktionsfolien genannt, ist erstaunlich groß und bietet selbst für Buchbinder immer wieder Highlights: Metall-Effekte, Carbon-Effekte, Hologramm-Effekte, Spiegel-Effekte, Glanz- und Glitzer-Effekte mit vielversprechenden Folienbezeichnungen wie Confetti, Galactic, Ocean, Crystal, Arrows, Magma oder Crosslight.

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Holografischer Buchschnitt

Ein Buchblock aus Glas?

Ein Buch erkennt man ja immer an den weißen Seiten des Buchblocks. Stellen Sie sich vor, dass diese Seiten aussehen wie eine Glasfläche oder ein Spiegel. So wird aus einem Buch ganz schnell ein außergewöhnliches Objekt. Möglich macht das eine Transferfolie, die maschinell auf die drei offenen Seiten des Buchblocks übertragen wird. Bei abgerundeten Buchecken muss die Folie in einem zweiten Durchgang auf die Eckenradien aufgebracht werden (Achtung: funktioniert nicht bei gemusterten Folien). Holografische Folien gibt es gemustert, mit 3D-Effekt oder einfach als Fläche mit diffusen Reflektionseigenschaften. Letztere haben es uns besonders angetan, da sie eine subtile Tiefenwirkung und schöne Farbreflektionen erzeugen. Hier eine Auswahl der von uns favorisierten, holografischen Folien für die Schnittverzierung.

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