Papier, Druck & Co.

Bei Notizbüchern spielt natürlich das Papier die zentrale Rolle – bei Imagebüchern aber auch die Druckfarbe, die Gestaltung, das Gewicht und der Geruch. Welches Papier das Richtige für Ihr Projekt ist, welches Druckverfahren sich anbietet und alles was es dabei zu beachten gibt, erfahren Sie hier oder noch besser in einem persönlichen Gespräch mit uns.

Notizpapiere

Premiumpapier

Premiumpapiere von Munken sind unsere Lieblingspapiere. Gefertigt in schwedischen Papiermühlen, werden sie inzwischen bei ca. 70% unserer Buchproduktionen eingesetzt – das freut uns! Durch die ungestrichene, glatte Oberfläche erhält das Papier eine höchst angenehme Haptik und wird zu unserer Empfehlung. Natürlich mit FSC-Zertifikat. Die Färbung „Polar“ steht für einen angenehmen Weißton mit natürlichem Charakter. Die Färbung „Pure“ steht für einen dezenten cremefarbenen Ton, der ohne jegliche optische Aufheller produziert wird. Das Chamois des Papiers ist für viele das Notizbuchmerkmal schlechthin.

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Recyclingpapier

Der Umwelt zuliebe. Mit dem Vorurteil, Recyclingpapiere wären unschön grau oder vergilben schnell, räumt unser liebstes Recyclingpapier auf: RecyStar Polar verfügt über einen DIN ISO Weißgrad von 98% und ist absolut alterungsbeständig. Ausgezeichnet mit dem FSC-Zertifikat, dem Blauen Engel und der EU-Blume. Hier wird Nachhaltigkeit mit den besten Schreibeigenschaften sowie guter Bedruckbarkeit und Reißfestigkeit kombiniert. 100% Altpapier für 100% Umwelt.

Standard Offsetpapier

Bei brandbook kann gutes Papier auch günstig sein. Offsetpapiere sind effizient und kostenoptimiert. Bei Streuartikeln, Werbemitteln oder Messe-Give-Aways in hohen Auflagen zählt oft der Preis. Wir bieten Ihnen ein in Deutschland gefertigtes hochweißes und holzfreies Offsetpapier an – mit einer natürlich matten Oberfläche sowie guten Schreib- und Druckeigenschaften. Ein Allrounder.

Bilderdruckpapier

Sofern Sie für Ihr Buch – neben den Notizseiten – auch individuell bedruckte Imageseiten einplanen, muss dafür nicht zwingend die gleiche Papiersorte gewählt werden. Bei vollflächigen Motiven empfehlen wir Bilderdruckpapiere mit matter, seidenmatter oder glänzenden Oberfläche. Die Wahl des Papiers ist ausschlaggebend für die Qualität des Drucks. Ausführliches zu diesem Thema in den FAQ der Drucktechnik.

Wasserfestes Papier

Hier muss in die Spezialschublade gegriffen werden: Für wasserfestes Papier benötigt man im Grunde die Vorteile von Folien (Reißfestigkeit, Wasserundurchlässigkeit) kombiniert mit den Eigenschaften von Papier (Haptik, Beschreib- und Bedruckbarkeit). Nur so entsteht ein Notizbuch für alle Wetter! Dafür empfehlen wir neobond® hybrid.

Markerfestes Papier

Viele Papiere haben von Haus aus gute Eigenschaften, sind blickdicht und bestens für Notizbücher geeignet. Das heißt Schrift oder Zeichnung schlägt nicht auf der Rückseite durch – weder beim Einsatz von Füllfederhalter, Kugelschreiber, Gelstift oder weichem Bleistift. Wenn es aber um die Profis geht, die sogar mit Copics oder Markern skizzieren möchten, gibt es nur eins: das Papier „Layout markerfest” der Papierfabrik Schöllershammer.

Transparentpapier

Transparentes Papier ist perfekt, um im Buchblock Highlights zu setzen. Mit weichen Bleistiften oder Finelinern ist es ein Vergnügen auf Transparentpapier zu zeichnen oder zu skizzieren. Durch das Durchscheinen des Papiers lassen sich Inhalte ganz individuell strukturieren.

Farbige Notizpapiere

Notizpapiere müssen nicht weiß sein: Ein Gelb, das an ein typisches Post-It erinnert, ein zartes Blau passend zum Corporate Design oder schwarzes Papier für das Schreiben mit einem weißen Stift. Es gibt genug Ideen, die sich mit der richtigen Papierwahl umsetzen lassen können.

Die Premiumklasse der Papiere

Bei besonders exklusive Papieren arbeiten wir seit Jahren mit den besten Papierfabriken und Händlern weltweit zusammen: Takeo-Papiere aus Japan, Feinstpapiere aus der Büttenpapierfabrik Gmund am Tegernsee, Papiere des bereits 1888 gegründeten italienischen Herstellers Fedrigoni oder Qualitäten der britischen Papierspezialisten GF Smith.

Innenleben

Das Vor- und Nachsatzpapier

Das Vor- und Nachsatz ist ein wichtiger Teil des Buchs: Es verbindet die Buchdecke mit dem Buchblock und bildet so die erste und letzte Doppelseite im Buch. Für einen individuellen Einstieg können diese Seiten mit Adresslinien, einem Logo, Imagemotiven oder einer Kalenderübersicht individuell bedruckt werden oder auch ganz unbedruckt bleiben. Für das Vor- und Nachsatzpapier empfehlen wir gerne auch durchgefärbte Feinstpapiere.

Perforation und Lochung

Mit wenigen Extras kann der Nutzen Ihres Notizbuchs gesteigert und optimiert werden: Mit einer Falz-Perforation lassen sich Seiten an den gewünschten Stellen heraustrennen. Kombiniert mit einer doppelten oder vierfachen Lochung können die Seiten nach dem Heraustrennen abgeheftet werden.

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zweifache Lochung
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vierfache Lochung
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Perforation

Verkürzte Seiten / Seiten zum Ausklappen

Wenn Sie umfangreiche Inhalte, Jahresübersichten oder komplexe Infografiken darstellen möchten, können auch bei einem Notiz- oder Kalenderbuch ausklappbare Seiten sinnvoll sein. Im Gegensatz dazu lassen sich aber auch Teile des Buchblocks oder einzelne Seiten verkürzen – eine weitere Möglichkeit, um Inhalte im Buch optimal zu strukturieren.

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Griff- und Registerstanzen

Register sorgen für Struktur und Übersichtlichkeit bei Büchern mit Inhalt. Entsprechend Ihres Buchkonzepts wird ein Stanzwerkzeug angefertigt, so dass Ihre Inhalte individuell strukturiert werden können.

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Griffregister in Stufen
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rundes Griffregister

Papiersorten kombinieren

Warum sich nur für eine Sorte Notizpapier entscheiden, wenn man sie auch kombinieren kann. Zum Beispiel um einzelne Themen oder Kapitel im Buch hervorzuheben oder aus einem viel einfacheren Grund: weil es wahnsinnig gut aussieht. Durch unterschiedlich gefärbte Papiere, die in der Fadenheftung verbunden werden, ergibt sich ein farblich spannender Buchschnitt, auch wenn das Buch geschlossen ist.

Das Aufschlagverhalten bei Büchern

Die Fadenheftung ermöglicht eine perfekte Planlage – das heißt das aufgeschlagene Buch liegt absolut flach auf dem Tisch. Das ist ideal, um auch einfach mal über die Buchmitte zu zeichnen. Vorallem bei Skizzenbüchern ein absolutes Muss und ein weiteres brandbook Qualitätsmerkmal.

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Farbige Fadenheftung

Es sind die Details, die wir und unsere Kunden an brandbook Notizbüchern lieben. Wie zum Beispiel, dass auch die Fadenfarbe der Heftung individuell gewählt werden kann. Bei einem fadengehefteten Buchblock blitzt alle 16 Seiten eine Naht im Buchinneren auf. In der Regel ist die Fadenfarbe neutral weiß, wie die Innenseiten. Wer es auffällig mag, wählt hier eine kräftige Farbe passend zum Corporate Design.

Integrierte Imageseiten

Sie haben die Möglichkeit, an nahezu allen Positionen im Buchblock eigene Imageseiten einzubinden. Die häufigsten Varianten sind: vor, in der Mitte oder direkt nach dem Notizbuchblock. Aber auch eine Verteilung im Buchblock schließt sich bei der Fadenheftung nicht aus. Hier werden Sie von uns ganz nach Ihrem Wunsch individuell beraten.

Die klassische Fadenheftung

Die hochwertigste und nachhaltigste Art der Bindung ist die Fadenheftung – bei brandbook gehört dieses Qualitätsmerkmal zum Standard. Mit einem Faden werden die einzelnen Lagen des Buchblocks miteinander vernäht, so dass ein Ausfallen der Seiten unmöglich ist. Viele Notizbücher anderer Hersteller hingegen sind, so wie Zeitschriften, nur klebegebunden – leider mit dem Effekt, dass sich die Seiten nach mehrmaligem Durchblättern einfach lösen.

1. Papier

  • Wann verwendet man gestrichene und wann ungestrichene Papiere?

    Gestrichene Papiere und ungestrichene Papiere unterscheiden sich in puncto Oberfläche, Haptik und Bedruckbarkeit. Gestrichene Papiere verfügen über eine beschichtete Oberfläche, die im Druck selbst feinste Details scharf abbilden kann. Ungestrichene Papiere verfügen über eine offenere Oberfläche und eine natürlichere Haptik. Das Druckbild ist weicher und nicht ganz so präzise wie bei gestrichenen Papieren. Bei Notizbüchern und Buchkalendern werden ungestrichene Papiere eingesetzt, da sie über bessere Schreibeigenschaften und eine angenehmere Haptik verfügen.
  • Eignet sich für Imageseiten mattes oder glänzendes Papier?

    Wenn wir den Imageteil Ihres Notizbuches drucken, kommt es immer ganz auf Ihr Projekt an, ob glänzende oder matte Fotos besser wirken. Aus drucktechnischer Sicht wählen wir ein gestrichenes Papier (matt oder glänzend), um Details in den Fotos zu betonen. Ein glänzendes Papier kann dabei einen gewollten Bruch zu Notizseiten aus mattem Naturpapier darstellen. Soll allerdings Weichheit, Atmosphäre und Tiefe mit den Imageseiten vermittelt werden, bietet sich ein mattes und offenporiges Papier hervorragend dafür an.
  • Was ist beim Druck auf cremefarbenen Papierqualitäten zu beachten?

    Ähnlich wie bei hochweißem Papier mit hohem Blauanteil, lässt cremefarbenes Papier durch die gelbliche Grundfärbung Abbildungen schnell zu gelb wirken, was insbesondere bei Hauttönen zu unschönen Farbverfälschungen führen kann. Mit dem richtigen Druckprofil, das den Gelbanteil reduziert, wird diesem Effekt schon vor dem Druck entgegen gewirkt. Gerne stellen wir Ihnen das passende ICC-Farbprofil zur Verfügung. Sprechen Sie uns darauf an.
  • Wie wähle ich die richtige Papiergrammatur?

    Gute Notizbücher sind in der Regel aus Papieren mit einem Flächengewicht von 90–100 g/m² gefertigt. Das ist kräftig genug, um auch beim Einsatz eines Radiergummis nicht gleich zu zerknittern und garantiert durch seine hohe Opazität, dass der Lieblingsfüller nicht durchschlägt. Für ein Skizzenbuch, das ausschließlich zum Zeichnen oder Malen benutzt wird, sind 120–150 g/m² eine empfehlenswerte Papierstärke. Durch eine ansprechende Haptik stechen sie aus der breiten Masse der Papiere hervor und überzeugen schon auf den ersten Blick durch ihre Hochwertigkeit. Denn größeres Volumen macht nicht erst beim Berühren, sondern auch rein optisch einen erstklassigen Eindruck.
  • Was bedeutet die Volumenangabe bei einem Papier?

    Nicht nur das Flächengewicht eines Papiers spielt eine Rolle, auch das Volumen. Naturpapiere sind aufgrund ihres Herstellungsverfahrens meist dicker. Unser Premiumpapier Munken wurde gerade auf ein 1,30 faches Volumen erhöht – optimal. Es gibt sogar Sorten mit mehr als 2,2-fachem Volumen, sogenanntes Werkdruckpapier.

2. Druckdaten

  • Warum müssen meine RGB-Bilddaten in CMYK umgewandelt werden?

    Im Gegensatz zu den Bildschirmfarben RGB (rot + grün + blau), in denen Bilddaten aus dem Fotoapparat gespeichert werden, haben wir es im Digital- und Offsetdruck hauptsächlich mit CMYK-Farben zu tun (cyan + magenta + yellow/gelb + key/schwarz). In Ihrem Bildbearbeitungsprogramm müssen die Daten umgewandelt werden, um sie über die vier Farbwerke einer Druckmaschine darstellbar zu machen. Dieser Vierfarbsatz kann im Offsetdruck in zusätzlichen Druckwerken durch Sonderfarben ergänzt werden, die sich ebenfalls am Computer anlegen lassen.
  • Was sind ICC-Farbprofile?

    Bei der Umwandlung von Bilddaten unterstützen die ICC-Profile das Farbmanagement. Vorgegebene Ausgabeprofile kompensieren unterschiedliche Bedruckstoffe (Färbung und Oberflächenbeschaffenheit der Papiere) und nehmen Anpassungen im Farbraum vor, der im Druck geringer ausfällt als am Monitor oder bei der Originalbilddatei. Mithilfe geräteunabhängiger Referenzwerte kann so schon am Rechner das gedruckte Ergebnis simuliert werden.
  • Welche Farbsättigung und Farbauftrag sind im Druck zu erreichen?

    Die maximal darstellbare Farbsättigung im Druck kann mit Volltonfarben erreicht werden. Bei zusammengesetzten Druckfarben (CMYK) sollte die Addition der Farbdeckung 300% (gestrichene Papiere) bzw. 260% (ungestrichene Papiere) nicht überschreiten. Dies ist bereits bei der Datenvorbereitung zu beachten.
  • Wie fein können Details abgebildet werden?

    Unsere Notizbuchraster drucken wir am liebsten mit Linienstärken von ca. 0,2 Punkt in Pantone (wäre es aus CMYK-Grau zusammengesetzt, könnte es zu Passerproblemen kommen). Negativer oder ausgesparter Text sollte nur in Volltonflächen vorkommen, da auch hier die Passgenauigkeit sichtbar ist). Im Druck wie auch bei der Prägung ist die Genauigkeit der Abbildung natürlich vom Untergrund abhängig, sodass ein glatteres Papier immer zu einem besseren Druckergebnis führt als ein sehr offenporiges. Farbiger Text auf farbiger Fläche wird vom Layoutprogramm auf Aussparen gestellt (Fläche hat Löcher, da wo der Text stehen wird). Damit es keine weißen Blitzer gibt, wenn die Druckfarben nicht exakt aufeinander stehen, empfiehlt es sich, helle Farben zu überfüllen (vergrößern). Bei deutlich dunklerer Textfarbe im Vergleich zum Hintergrund sollte für das beste Druckergebnis auf Überdrucken gestellt werden .

3. Druck

  • Ist Offsetdruck immer die beste Lösung? Wo kann der Digitaldruck seine Vorteil ausspielen?

    Grundsätzlich gilt: Je kleiner die Auflage, desto ökonomischer ist der Digitaldruck, da keine Druckplatten erstellt werden müssen und die Maschine schneller eingerichtet ist. Ab Auflagen von 200 Stück ist der Offsetdruck normalerweise kostengünstiger. Die Papiervielfalt ist im Offsetdruck größer als im Digitaldruck, wobei mehr und mehr Papierhersteller Ihre Papiere testen und auch für Digitaldruckmaschinen zertifizieren. Da Digitaldruckpapiere meistens durch einen Primer für die Haftung der Druckfarbe vorbereitet werden und der Farbauftrag höher ist, wird die Papieroberfläche verschlossen. Sie wirkt bei flächigem Auftrag auch bei einem ungestrichenen Papier glatt und leicht glänzend, wohingegen Offsetdruckfarben mehr in das Papier einziehen und die Haptik damit weitestgehend erhalten bleibt. Dafür besteht im Digitaldruck die Möglichkeit einer Personalisierung, die im Offsetdruck so nicht gegeben ist. Wir helfen gerne, die Druckverfahren bei Ihrem Projekt gegeneinander abzuwägen.
  • Wie können Notizbuchraster und Abbildungen auf einem Druckbogen kombiniert werden?

    Angenommen Ihre Werbeseiten sind in unregelmäßigen Abständen im Buch verteilt oder Sie haben Abbildung und Punktraster auf einer Seite kombiniert, dann gibt es einen Weg, den 5-farbigen Druck (CMYK für Bilder + Sonderfarbe Pantone für Punkte/Karos/Linien) zu umgehen. Im Offsetdruck erstellen wir dann die Druckplatten im frequenzmodulierten Raster, kurz FM-Raster. Dabei werden die Punkte oder Linien in 30% schwarz so aufgerastert, dass die (beim amplitudenmodulierten Raster üblichen) Rasterpunkte optisch verschwinden. Somit wird die Sonderfarbe nicht benötigt, und wir können Kosten einsparen, ohne auf ein sauberes Druckbild zu verzichten. Für Sie entsteht kein Mehraufwand bei der Datenerstellung.
  • Wie kann ich mich bei brandbook von der Qualität des Drucks überzeugen?

    Sie erhalten von uns in der Angebotsphase Druckmuster ähnlicher Produktionen, die unseren Qualitätsanspruch veranschaulichen. Ein Andruck Ihres Motivs auf der Offsetmaschine ist teuer und nur bei sehr kritischen Sonderfarben oder Motiven zu empfehlen. Während des Produktionsprozesses prüft Ihr brandbook Ansprechpartner die Qualität des Drucks, bevor aufgebunden wird. Zwar ist dabei die Auflage schon komplett durchgedruckt, es können aber bei einer Beanstandung höhere Kosten vermieden werden, wenn schon an dieser Stelle in den Produktionsprozess eingegriffen wird. Sollten Sie für Ihr Projekt die nötige Zeit mitbringen, senden wir Ihnen gerne diese Druckbogen aus der Auflagenproduktion zur Freigabe zu.
  • Was bringt ein Proof, bzw. welche Vorlagen können der Orientierung dienen?

    Ohne einen Vergleich ist es schwierig, das gewünschte Ergebnis vorherzubestimmen, bzw. im Nachhinein das tatsächliche Ergebnis zu beanstanden. Ein Ausdruck am Laserdrucker oder ein niedrigaufgelöster Plot (Tintenstrahldrucker in der Vorstufenabteilung) kann nur dazu dienen, eine Endkontrolle in Bezug auf Vollständigkeit der Elemente zu machen. Diese Drucke sind - ebenso wie die Bildschirmansicht – nicht farbverbindlich! Empfehlenswert ist es daher, mit einem hochauflösenden Drucker einen Kontraktproof zu erstellen, der zwar digital gedruckt wird und damit nur das Aussehen des späteren Offsetdrucks auf dem späteren Papier simuliert, aber aufgrund der vorgenommenen Einstellungen farbverbindlich ist. Dazu müssen auf dem Proof Kontrollstreifen enthalten sein, die eine technische Überprüfung ermöglichen. Nur so ist eine Abstimmung direkt an der Druckmaschine nach dieser Vorlage machbar. Sonderfarben werden mit dem entsprechenden Farbfächer abgeglichen.

4. Farbe

  • Pantone, HKS & RAL: Was sind Sonderfarben?

    Notwendig wird der Einsatz von Sonderfarben, wenn der durch CMYK abbildbare Farbraum zum Beispiel im Bereich Metallic- oder Neon-Farben erweitert werden soll. Aber auch bei fest definierten Firmenfarben ist für eine immer gleiche Farbwiedergabe der gedruckten Flächen eine Volltonfarbe im Druck ratsam (statt aus vier Farben zusammengesetzt). Ob Sie sich des Pantone-Systems, der HKS-Farbskala oder des RAL-Fächers bedienen – wir können die Farbe als Referenz verwenden. Gedruckt wird im Offsetdruck aber nur in Pantone (weltweit die gebräuchlichste Sonderfarbpalette für den Druck) und HKS (ein von drei deutschen Farbherstellern entwickeltes, etwas weniger umfangreiches Farbsystem), während die RAL-Farbpigmente bei Lacken eingesetzt werden.
  • Was unterscheidet Pantone C und Pantone U?

    Beim Vergleich von Pantonefarben im C- und U-Fächer (C = coated für gestrichenes Papier, U = uncoated für ungestrichenes Papier) stellt man fest, dass sich einige Farben mit gleicher Farbnummer optisch stark unterscheiden. Oftmals wirken die Farben im U-Fächer blasser und verschmutzter, da die offene Papieroberfläche mehr Farbe aufsaugt. Wenn man ungestrichene und gestrichene Papiere in einem Buchprojekt kombiniert, ist es daher sehr wichtig, die Farben zu vergleichen und ggf. sogar einen anderen Pantoneton auszuwählen, der optisch näher an den C-Wert herankommt.
  • Welchen Vorteil bringen hochpigmentierte Druckfarben?

    Hochpigmentierte Farben der Serie ANIVA (r) bieten sich immer dann an, wenn Abbildungen auf ungestrichenem Papier möglichst scharf und detailreich wiedergegeben werden sollen. Beim Druck auf Naturpapier im konventionellen Offsetdruck verkleinert sich der Farbraum üblicherweise erheblich. Hochpigmentierte Farben wirken diesem Effekt entgegen und erweiteren den Farbraum sogar. Das Druckergebnis wird deutlich verbessert. Fragen Sie Ihren brandbook Ansprechpartner, wann der Einsatz von hochpigmentierten Druckfarben sinnvoll ist.
  • Erscheinen Neonfarben im Offsetdruck genauso brillant und leuchtend wie im Siebdruck?

    Neonfarben haben spezielle Pigmente mit hoher Leuchtkraft, die durch besonders dicken Farbauftrag wie im Siebdruckverfahren auf das Trägermaterial aufgebracht werden. Um mit Neonfarben im Offsetdruck ein vergleichbar leuchtendes und sattes Druckergebnis wie im Siebdruck oder dem Pantonefächer zu erzielen, sollte man zwei Druckdurchgänge einplanen. Dies gilt insbesondere bei ungestrichenen Papieren, ist aber ebenso empfehlenswert für gestrichene Papierqualitäten mit geschlossener Oberfläche.
  • Sind Metallicfarben und irisierende Farben im Druck umzusetzen?

    Ja! Perlglanzpartikel verleihen der Druckfarbe einen irisierenden Effekt und können der Druckfarbe beigemischt werden. Das Pantonefarbsystem beinhaltet auch metallische Farbtöne (gold, silber und kupfer, aber auch bunte Farben mit Metallic-Glanz), die im Druck besonders auf gestrichenen Papieren gut zur Geltung kommen. Der Glanz ist nicht ganz mit dem einer metallischen Folienprägung zu vergleichen; dafür sind vielfältigere Motive und auch Halbtöne realisierbar.
  • Wie kann ich einer Graustufen-Abbildung einen besonderen Effekt verleihen?

    Die Wirkung eines Schwarzweißfotos kann durch eine Sonderfarbe verstärkt werden, die schon in den Daten angelegt wird. Im Duplexdruck, also dem Druck mit schwarz und einer zweiten Druckfarbe, wirken Details plastischer. Die zweite Farbe sollte nach der gewünschten Wirkung des Bildes ausgesucht werden. Silber verleiht dem Bild zum Beispiel einen edlen Glanz, ein warmer Braunton einen Sepia-Effekt.
  • Wann muss mein Druckbogen lackiert werden, und wann sollte besser auf Lack verzichtet werden?

    Generell haben wir bei einer Buchproduktion das Problem, dass beim Falzen und beim Schneiden vom Buchblock im Bund und beim Endbeschnitt an den Kanten der größte Druck auf das Papier und somit auch die Druckfarbe ausgeübt wird. Dadurch kann es zum sogenannten Ablegen kommen, das heißt Druckfarbe überträgt sich auf Papierbereiche, die weiß sein sollten. Den Lack als Schutzschicht sollte man daher bei vollflächig und randabfallend bedruckten Seiten verwenden, oder wenn der Farbauftrag bei 250% und darüber liegt. Beim Druck auf Bilderdruckpapier ist Lack ratsam, während er auf Naturpapier nicht unbedingt notwendig ist (und dabei die Haptik des ungestrichenen Papiers erhalten bleibt).

5. Nachhaltigkeit

  • Tragen Papierzertifikate wie FSC und Blauer Engel zur Schonung der Umwelt bei?

    Papier bildet den mengenmäßig dominierenden Rohstoff für die Buchherstellung. Die Herstellung von Recyclingpapier verbraucht ca. zwei Drittel weniger Energie, Wasser und CO2 im Vergleich zu Frischfaserpapier. Aus ökologischer Sicht ist also Recyclingpapier immer die bessere Wahl. Der Blaue Engel garantiert, dass die Papierfasern zu 100% aus Altpapier gewonnen und keine schädlichen Chemikalien oder optischen Aufheller zugesetzt werden. Das schont unsere Wälder, denn es muss kein einziger Baum gefällt werden und wertvoller Lebensraum für Tiere und Pflanzen bleibt erhalten. Forest Stewardship Council, kurz FSC, ist ein weltweit gültiges Zertifizierungssytem für Holz und die holzverarbeitende Industrie (wozu auch Papierhersteller und Druckereien zählen). Das Ziel der verantwortungsvollen und nachhaltigen Forstwirtschaft wird von den meisten Umwelt-, Naturschutz- und Menschenrechtsorganisationen unterstützt. Beide Siegel sind als Standard etabliert und leisten dank der strengen Kontrolle sozialer und ökologischer Kriterien einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer Wälder – weltweit!
  • Was muss beim Bedrucken von Recyclingpapier bedacht werden?

    Prinzipiell lässt sich unser Lieblingsrecyclingpapier RecyStar Polar genauso bedrucken wie andere ungestrichene Papiere. Beim Druck von Farbflächen oder Fotos sollte beachtet werden, dass Vorder- und Rückseite sich leicht unterscheiden und daher ein unterschiedliches Druckergebnis erzielen. Die sehr dezente Papierfärbung kann durch das passende ICC-Profil ausgeglichen werden.
  • Gibt es auch umweltfreundliche Druckfarben?

    Bogenoffsetdruckfarben enthielten ursprünglich Mineralöle als Bindemittel, aber inzwischen gibt es auch Bindemittel auf pflanzlicher Basis. Letztere sind in Bezug auf Scheuerfestigkeit den konventionellen Druckfarben überlegen. Es ergeben sich für die Drucker weitere Vorteile: Die Waschintervalle können auf ein Vielfaches der bisherigen Zeit ausgedehnt werden, und Nachregelungen des Farbwerkes sind kaum noch notwendig. Deshalb finden wir umweltfreundliche Druckfarben top!
  • Was bedeutet klimaneutraler Druck?

    Klimaverantwortliches Handeln ist gefragt: Entscheiden Sie sich für die Klimaneutralität Ihres Auftrags, so ist dies für Sie mit keinem weiteren Arbeits- oder Zeitaufwand verbunden. Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne und ermitteln den CO2-Ausstoß für Ihren speziellen Druckauftrag und berechnen den entsprechenden Betrag zur Kompensierung. Im Gegenzug dürfen Sie das Logo „Klimaneutral gedruckt" in Ihrem Druckprodukt platzieren und erhalten ein Zertifikat über die Gesamtmenge an kompensierten CO2-Emissionen. Mit einer ID lässt sich jederzeit, auch für Ihre Kunden, zurückverfolgen, wie viel CO2 bei Ihrem Projekt kompensiert wurde.

6. Verarbeitung

  • Welche Buchformate sind üblich, welche möglich?

    Bekannt sind die DIN-Formate, auf deren Seitenverhältnis auch die meisten Papierbogen ausgelegt sind. brandbook hat sich entschieden, diese Formate nach ästhetischen Gesichtspunkten minimal zu optimieren, sodass zum Beispiel eine A5-Buchseite bei uns 141 mm × 207 mm groß ist (statt DIN A5 148 mm × 210 mm). Darauf haben wir auch unsere Maschinen abgestimmt, was für eine Buchdecke mit abgerundeten Ecken bedeutet, dass DIN A5 ein Sonderformat ist (und damit etwas kostenintensiver). Sie haben dennoch immer die Möglichkeit, unseren Standard, oder ein individuelles Format, z.B. quadratisch, zu wählen. Technisch sind in der industriellen Herstellung Bücher in einem Format von 7,8 cm × 10,8 cm bis zu 26,5 cm × 37,5 cm möglich; in der Handbuchbinderei sind wir sogar darüber hinaus flexibel.
  • Was sind „unechte“ Doppelseiten?

    Auf Imageseiten laufen Bilder oder Gestaltungselemente ab und an über den Bund (Achtung: 2 Werbeseiten sind im Übrigen erst einmal eine rechte Vorderseite und eine linke Rückseite! Ist eine Doppelseite gewünscht, muss technisch mit vier Seiten gerechnet werden). Nicht immer liegen dabei linker und rechter Teil auf einem Stück Papier, sondern der Druckbogen kann gefalzt und ineinander gesteckt sein. Bei einem fadengehefteten 8-Seiter liegen sich nur die Seiten 4 und 5 direkt gegenüber; alle anderen sind unechte Doppelseiten. Somit besteht auch die Gefahr minimaler und nicht auszuschließender Falztoleranzen, die den Übergang je nach Motiv nicht sauber erscheinen lassen. Diagonalen sollten also an diesen Stellen vermieden werden.
  • Warum wandert die Position von Seitenzahlen manchmal?

    Elemente, die in den Druckdaten immer in gleichem Abstand nah am Rand der Seite stehen, scheinen im fertigen Produkt je nach Position im fadengehefteten Buch zu springen. Dies liegt am Bundzuwachs, der durch das Ineinanderstecken mehrerer Papierlagen entsteht. Innenliegende Seiten sind dabei nach dem Endbeschnitt des Buchblocks im Vergleich zu den äußeren eines 16-Seiters minimal verkürzt. Dem Phänomen kann nur sehr aufwendig entgegengewirkt werden, indem mit Informationen zu Papierstärke die Verdrängung vorherberechnet wird und die einzelnen Seiten manuell angepasst werden.
  • Wann müssen auch bei Fadenheftung Elemente aus dem Bund gerückt werden?

    Imageseiten im Notizbuch, die als einzelnes Blatt oder 4-Seiter eingeklebt werden (weil sie nicht fadengeheftet werden können), weisen einen schmalen Kleberand im Bund auf (ca. 4–6 mm). Daher sollte der innere Zentimeter keine wichtigen Bild- oder Textinformationen enthalten und das Layout sollte entsprechend angepasst werden, damit Texte und Bilder gut ausgeglichen auf der Seite stehen. Ähnliches gilt – falls diese bedruckt sind – für die letzte Vorsatzseite und die erste Nachsatzseite, die jeweils schmal mit dem Buchblock verklebt sind.