Aus der Presse

brandbook im Interview

Was unterscheidet Sie von anderen Herstellern?

bb: Keine Standards. Unsere Bücher sind hochindividuell. Dann natürlich unsere riesige Materialauswahl, die es jedem Kunden ermöglicht ein Buch zu fertigen zu lassen, das perfekt zur Marke passt. Und dann natürlich die tausend Möglichkeiten ein Buch zu veredeln. Ganz entscheidend: Wer bei uns anruft, spricht mit einem Experten der Buchherstellung oder Buchgestaltung. Wir machen nur Notizbücher und Bücher und damit kennen wir uns aus.

Sie bieten so viele Möglichkeiten in der Buchproduktion an. Wie machen Sie das?

bb: Wir können nicht alles selber machen, aber wir arbeiten immer mit den Besten und oft leider auch letzten Spezialisten ihres Fachs zusammen – ob es sich um einen raffinierten Buchschnitt handelt oder um besondere Druck- oder Veredelungsverfahren wie Letterpress oder Holografie-Prägungen.

Warum „made in Germany“? 
Oder anders: Was spricht gegen Notizbücher „made in China“?


bb: In den meisten Notizbüchern, die in China gefertigt werden, findet sich Papier, das aus illegal in Indonesien geschlagenen Tropenhölzern stammt. Zumeist verbraucht die Papierherstellung anders als in Europa – hier wird mit geschlossenen Wasserkreisläufen gearbeitet – sehr viel Frischwasser. Auch Einbandmaterialien aus Fernost unterliegen hinsichtlich Ihrer Zusammensetzung nicht den strengen europäischen Richtlinien. Das wichtigste ist aber die Langlebigkeit: Ein Notizbuch von schlechter Qualität sei es eine mangelhafte Bindung oder nur ein unangenehmer Geruch wird mit Sicherheit nicht benutzt und funktioniert so auch nicht als Botschafter einer Marke.

„Es sind immer die einfachsten Ideen, die außergewöhnliche Erfolge haben.“

Leo Tolstoi

Warum haben Sie so viele Kunden aus dem Ausland?

bb: Unser erster Kunde aus London, ein renommiertes internationales Design Magazin hat viel dafür getan, dass wir inzwischen in entsprechenden Kreisen als Buchhersteller einen Namen haben. So arbeiten wir unter anderem für das MoMA in San Francisco oder das Google Headquarter. Die Buchindustrie ist in vielen Ländern wie den USA oder UK nur noch rudimentär vorhanden. In Deutschland ist das etwas anders. Hier gibt es immer noch Handwerksbetriebe auf die wir zurückgreifen können, wenn wir zum Beispiel einen ganz speziellen Buchschnitt benötigen. Oder wir arbeiten mit befreundeten Firmen, die gerade eine alte Technik wiederbeleben.

Ihre Kundenliste ist beeindruckend…

bb: Ohne unsere Kunden könnten wir unseren wunderschönen Job nicht machen und unserer Leidenschaft für Bücher auch nicht ausleben. Gut für uns, da wir – kurz gesagt – mit jeder Buchproduktion neues Wissen und Erfahrung sammeln, das sich dann auf zukünftige Produktionen positiv auswirkt. Das heißt in jedem Buch, das wir heute fertigen, steckt auch die Erfahrung von tausenden vorherigen Produktionen.

„Wer seine Kunden faszinieren will, braucht außergewöhnliche Ideen.“

Marcus Berthold

Warum sollte ein PSI-Händler zu brandbook kommen?

bb: Weil wir mit Leidenschaft und dem Know How aus tausenden Produktionen ans Werk gehen. Und weil wir das Thema Customizing in seiner ganzen Bandbreite beherrschen.

Machen Sie es Ihren Kunden nicht manchmal zu kompliziert?

bb: Sagen wir es so: Wir haben auch Lösungen für Kunden, die blitzschnell 100 Bücher mit Firmenlogo für ein anstehendes Event brauchen – das machen wir dann auch. Aber unserer ganze Leidenschaft gehört den Produktionen, die uns herausfordern. Viele Werbe- und Designagenturen, Werbemittelhändler etc. erwarten hochwertige und individuelle Produkte.

Sind Ihre Bücher teurer als die der Mitbewerber?

bb: Vielleicht denkt das der ein oder andere. Fakt ist aber, dass unsere Bücher nur unwesentlich teurer als sogenannte Markenartikel, die „made in China“ sind. Ein Händler sollte sich überlegen, was ihm wichtiger ist: Ein paar Cent mehr Marge oder die Gewissheit ein qualitativ hochwertiges Buch und damit einen zufriedenen Kunden zu haben.

Warum ein Notizbuch und nicht einen USB Stick als Kundengeschenk?

bb: Ja, in der Werbeartikelwelt gibt es immer diese Hypes um neue Gadgets. Das waren mal USB Sticks, dann sind es Power Banks. Wir werden sehen was als nächstes kommt … dabei wird häufig vergessen, dass andere Firmen den Geschäftspartner womöglich auch schon mit den gleichen Gadgets versorgt haben. Ein Notizbuch ist etwas komplett anderes. Es sagt dem Beschenkten: „Ich glaube, dass du gute Gedanken hast, die zu Papier gebracht werden sollten.“ Es schmeichelt also dem Empfänger. Zudem merkt er schnell, dass das Buch für Ihn mit jedem Eintrag, jeder Aufzeichnung immer wertvoller wird. Von welchem anderen Geschenk kann man das schon sagen?
 

 

„Nichts ist mächtiger als eine Idee zur richtigen Zeit.“

Victor Hugo

Ihre Bücher kann man jetzt auch im Laden kaufen.

bb: Ja, vor vier Jahren haben wir unser Label nuuna gestartet, um damit für uns ein Experimentierfeld zu schaffen. Also Notizbücher zu produzieren, die es so noch nicht gibt. Inzwischen kann man die Bücher weltweit in Concept Stores, Museums-Shops und Premium-Kaufhäusern kaufen. Grundgedanke des Labels ist es Notizbücher für das „Hier und Jetzt“ zu gestalten und zu produzieren. Also kein Vintage oder Retro-Style, sondern bewusst ein zeitgemäßes bis avantgardistisches Design. Für die aktuelle Kollektion wurden wir soeben auch mit dem Red Dot Design Award ausgezeichnet, was uns natürlich sehr gefreut hat.

Benutzen Sie selber Notizbücher?

bb: Wenn man einmal die Erfahrung gemacht hat, das handschriftlich Notiertes sich einfach besser im Gehirn verankert, gewöhnt man sich an, die wirklich wichtigen Dinge in ein Notizbuch einzutragen. Zudem ist es ein schönes Ritual, weil man sich ohne Ablenkung auf eine Sache fokussiert: Ich, der Stift, das Buch. Bücher werden mehr und mehr zu Objekten, die man einfach besitzen will und anfassen möchte.
 

Gibt es auch so etwas wie einen neuen Trend im Bereich Notizbücher?

bb: Ja, ganz eindeutig. Wir produzieren heute deutlich mehr Imagebücher, Lookbooks oder Portfolios. Also Bücher als Alternative zur Imagebroschüre. Häufig sind es Notizbücher mit einem Portrait des Unternehmens oder einer schönen Fotostrecke. Der Benutzer kann so in die Welt des Unternehmens eintauchen und das Buch gleichzeitig mit eigenen Aufzeichnungen füllen.Außerdem fordern unserer Kunden immer individuellere Bücher. Das Buch für den neuen Audi soll dann auch so aussehen, als wäre es ein Stück blankgeputztes Aluminium und nicht ein 08/15-Notizbuch mit Logo.

Wie sehen Sie die Zukunft der Notizbücher?

bb: Notizbücher sind Gebrauchsgegenstände, können aber auch echte Must-Haves sein, wenn sie gut gemacht sind. Heute, wo das Buch in einer direkten Konkurrenz zu iPad & Co. steht, muss dieses schöne Objekt all seine Qualitäten ausspielen, um bestehen zu können. Papier, Einband, Haptik, die Gestaltung, das Gewicht und der Geruch. Ansonsten halten wir es mit dem Spruch des Verlegers Joachim Unseld, der einmal gesagt hat: „Das Buch ist die ausgereifteste Erfindung der Menschheit.“

Aus der „Deutsche Manufakturen Führer“

Herausgegeben von Wigmar Bressel, Pascal Johanssen
und Olaf Salié


Ideenspeicher, Arbeitswerkzeug und treuer Begleiter – ein Notizbuch ist so viel mehr als einfach ein paar Seiten weißes Papier zwischen zwei Buchdeckeln. Das Bewusstsein für optisch und qualitativ anspruchsvolle Journale war in Deutschland jedoch lange quasi nicht vorhanden. Als Bernd Griese und Sabine Kochendörfer einfach nur ein ansprechendes Notizbuch kaufen wollten, waren sie entsetzt über die triste Auswahl an monoton-monochromen Time-Planern. Während sich in den USA längst das Back-to-Paper-Movement formierte, führten in Deutschland Notizbücher ein Stiefkind-Dasein. Nicht willens, ihre Gedanken und ihre Kreativität diesem „kalendarischen 3-Zeilen-pro-Tag-Diktat“ zu unterwerfen, beschlossen sie, einfach selbst Notizbücher zu produzieren. Und so entwickelte sich aus ihrer Design- und Produktionsagentur 1998 brandbook.

Das Konzept ist so einfach wie überzeugend: individuelle, auf das Corporate Design des jeweiligen Kunden angepasste Notizbücher, in höchster Qualität sorgfältig hergestellt, 100 % made in Germany. Auch im digitalen Zeitalter verlieren komplexe Druckprodukte nicht an Wichtigkeit und Wertschätzung, das ist eine Geschichte, die der Erfolg von brandbook erzählt. Das Unternehmen wurde bereits dreimal mit dem Designpreis Red Dot Award für außergewöhnliche Buchproduktion ausgezeichnet, auf der Kundenliste finden sich die renommiertesten Design- und Werbeagenturen und Hunderte Top-Unternehmen unterschiedlichster Branchen weltweit. Seit 2012 ergänzt zudem die Einzelhandelskollektion nuuna das Angebot.

Daten und Fakten
Branche: Buchproduktion
Produkte: Notizbücher, Skizzenbücher, Notizhefte,
Corporate-Bücher, Designberatung und -unterstützung
Standort: Frankfurt am Main, Hessen
Distribution: weltweit, Direktvertrieb

Warenkunde
Die Buchherstellung ist ein komplexes Handwerk mit vielen Komponenten – Papierqualität, Art der Bindung, Einbandmaterialien, Ecken- und Kantengestaltung, Veredelungstechniken wie Prägungen oder Farbschnitte und Accessoires wie Lesebändchen oder Verschluss-Gummibänder. Papiere aus kleinen japanischen Papiermühlen und außergewöhnliche, nicht maschinell zu verarbeitende Einbandmaterialien kennzeichnen die Produktpalette von brandbook ebenso wie ungewöhnliche Drucktechniken. Alle Notizbücher und -hefte sind fadengeheftet und werden verantwortungsbewusst und ressourcenschonend produziert.

Aus „Die Brückenstraße: Heimat der brandbook-Notizbücher“

Das Brückenstraßenviertel ist für Frankfurt das, was das Karoviertel für Hamburg, das belgische Viertel für Köln oder die Kastanienallee für Berlin ist. Hier kennt jeder jeden. Hier machen alle irgendwas mit Kunst, Design, Mode oder Medien.

Drei Plattenläden, ein Comicladen, zwei Concept-Stores und eine Menge Fashionstores und Cafés schaffen ein inspirierendes ArbeitsumfeldHier ist auch die Heimat von brandbook. Durch die großen Schaufenster kann man schon von der Straße aus den Buchexperten auf zwei Etagen bei der Arbeit zusehen. Auf den Tischen stapeln sich Bücher, Farbfächer, Papiermuster und Druckbögen. brandbook hat sich auf die Produktion von Notizbüchern, Kalendern, Büchern und anderen komplexen Druckprodukten spezialisiert. Hier findet man außergewöhnliche Papiere, Einbandmaterialien und Beispiele verschiedenster Druck- und Veredelungstechniken. Diese Kompetenz hat sich herumgesprochen und so produziert brandbook inzwischen Bücher für Kunden weltweit. Dementsprechend liest sich auch die Kundenliste der Firma. Da ist nahezu jede bekannte Marke vertreten. Aber auch die renommiertesten Design- und Werbeagenturen Europas, die sich selten mit 08/15-Lösungen zufrieden geben, finden in brandbook den perfekten Produktionspartner für ihre Buchprojekte.

“We need to make books cool again. If you go home with somebody and they don’t have books … Don’t f_ck them.”

John Waters, réalisateur

Die eigene Stationery-Kollektion, die seit 2012 unter dem Label nuuna erscheint, ist nicht nur im Laden – gleich neben dem brandbook-Office – erhältlich, sondern wird sogar bis nach Chile verkauft. Das ist ungewöhnlich für ein Produkt, das ausschließlich in Deutschland nach hohen Umwelt- und Sozialstandards gefertigt wird. Schließlich werden heute ca. 90% aller Notizbücher in Asien produziert. Im Wettbewerb punkten können brandbook und nuuna natürlich auch im Hinblick auf Design und Qualität der Produkte. Durch die Mischung des elfköpfigen Teams, das aus Druckingenieuren, Grafik-Designern, Buchwissenschaftlern und Print-Produktionern besteht, werden verschiedene Blickwinkel berücksichtigt, sodass am Ende jedes Auftrags ein stimmiges Produkt steht. Ein weiterer Teil des Erfolgs ist sicherlich die Leidenschaft, mit der die Buchenthusiasten an die Arbeit gehen. Eine individuelle, persönliche Beratung aber auch die schnellen Lieferzeiten sind die Vorteile eines Kunden von brandbook.

Hier hat man auf jeden Fall keine Angst vor dem Mantra, dass Bücher und Notizbücher keine Zukunft haben. Als Antwort auf den Spruch „Print is dead“ hat brandbook selbstbewusst die Aussage „Print is not dead, it just smells funny“ auf die eigenen Fenster geschrieben.